Apotheke am Marktplatz
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Aktuelle Informationen zur Gesundheit
aus Ihrer Apotheke

Altmedikamente nicht in Mülltonne, Ausguss oder Toilette entsorgen -
wir nehmen sie kostenlos entgegen und entsorgen sie fachgerecht!!!

Altmedikamente wie abgelaufene Pillen, Zäpfchen, Kopfschmerztabletten oder Reste von Hustensaft dürfen im Ortenaukreis nicht über die graue Restmülltonne entsorgt werden. Sie können in unserer Apotheke abgegeben werden, wir entsorgen sie dann richtig.
Ansonsten müssen die Altmedikamente bei der Problemstoffsammlung abgegeben werden. Grund dieser speziellen Entsorgung im Ortenaukreis ist, dass der Inhalt der grauen Restmülltonne in einer Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) verarbeitet wird. „Abweichend von anderen Landkreisen wird in der Ortenau der Inhalt der grauen Restmülltonne nicht in Müllverbrennungsanlagen beseitigt, sondern in der MBA in Ringsheim behandelt und verwertet“, erklärt Michael Lehmann, Abfallberater des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Ortenaukreis. In der MBA wird der Abfall mechanisch vorbehandelt, wobei Wert- und Störstoffe aussortiert werden. Im Anschluss werden die Abfälle mit Wasser vermischt. Das im weiteren Verfahren abgepresste Prozesswasser wird dann einem Gärverfahren zur Biogaserzeugung unterzogen, welches zur Strom- und Wärmegewinnung genutzt wird.
„Bei dieser hoch effizienten Verwertung des Hausmülls könnten Altmedikamente mit Wasser vermischt und deren Inhaltsstoffe darin gelöst werden“, so Lehmann. „Einmal im Wasser gelöst, können manche Medikamenteninhaltsstoffe in den Kläranlagen nur teilweise oder auch gar nicht aus dem Wasser entfernt werden und so zu Gewässer- und Bodenbelastungen führen. Aus diesem Grund dürfen Altmedikamente auch nicht in den Ausguss oder die Toilette gekippt werden“, mahnt der Abfallberater.

 

Hämophilie-Arzneimittel ab 1. September 2020 in öffentlichen Apotheken verfügbar
Berlin, 31. August 2020 – Patienten mit Hämophilie (Bluterkrankheit) werden ab 1. September 2020 durch öffentliche Apotheken mit den notwendigen Arzneimitteln versorgt. Das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) beendet die bisherige Ausnahmeregelung, wonach pharmazeutische Hersteller diese Medikamente direkt an Ärzte und deren Einrichtungen geliefert haben. Zukünftig müssen die behandelnden Ärzte nun eine Verordnung ausstellen, die die Patienten in einer Apotheke ihrer Wahl einlösen können. Hämophilie-Präparate unterliegen als rezeptpflichtige Arzneimittel der Arzneimittelpreisverordnung (Preisbindung), müssen stets kühl transportiert und gelagert werden und sind zusätzlichen Dokumentations- und Meldepflichten für die abgebenden Apotheken unterworfen. In Deutschland leiden nach Angaben des Welthämophilieverbandes gut 4.000 Menschen an der seltenen Erbkrankheit.
„Die öffentlichen Apotheken in Deutschland übernehmen gerne die Verantwortung für die Arzneimittelversorgung von Hämophilie-Patienten“, sagt Berend Groeneveld, Patientenbeauftragter des Deutschen Apothekerverbandes (DAV): „Arzneimittel gehören grundsätzlich in die Apotheke, denn dort stehen auch die Arzneimittelfachleute zur Verfügung. Hämophilie-Patienten müssen sich keine Sorgen machen, denn die Änderung des Vertriebswegs wird keinesfalls eine Beeinträchtigung ihrer Versorgung bedeuten.“ Groeneveld fügt hinzu: „Gesetzlich versicherte Patienten müssen sich im Gegensatz zur bisherigen Versorgung allerdings auf gesetzliche Zuzahlungen einstellen. Jede Apotheke ist verpflichtet, die gesetzlichen Zuzahlungen für die Krankenkassen einzusammeln und weiterzuleiten. Um finanzielle Härten zu vermeiden, kann aber in vielen Fällen eine Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse beantragt werden.“

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Apotheker dürfen an Laien keine Corona-Tests abgeben
Berlin, 2. September 2020 – Apotheker dürfen an Endverbraucher keine Corona-Schnelltests abgeben. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Test das Virus direkt nachweist oder Antikörper gegen eine Infektion mit COVID-19. Die Abgabe entsprechender In-vitro-Tests ist nur an medizinische Fachkreise erlaubt. Probenbehältnisse, in denen Körperproben gesammelt und anschließend „in vitro“ untersucht werden sollen, fallen auch unter dieses Verbot, wenn sie für den direkten oder indirekten Nachweis von COVID-19 bestimmt sind. „Es ist verständlich, dass sich besorgte Bürger selbst auf eine Corona-Infektion testen wollen. Aber diese Tests sollen nach den gesetzlichen Regelungen den Fachkreisen vorbehalten bleiben. Das ist nichts, was man wie einen Schwangerschaftstest zuhause im Badezimmer machen kann“, sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Die entsprechenden Verbote sind in der Medizinprodukteabgabeverordnung (MPAV) und dem Infektionsschutzgesetz geregelt. Arnold: „Wenn ein Apotheker entgegen dem Verbot einen Schnelltest an Patienten abgeben würde, wäre das eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.“ Arnold: „Wenn die zuständigen Behörden in Zukunft die Ansicht vertreten sollten, dass Endverbraucher entsprechende Selbsttests bekommen können, wäre dies durch eine Bekanntmachung des Robert-Koch-Instituts oder eine Änderung der Medizinprodukteabgabeverordnung rechtlich leicht umsetzbar. Aber solange dies nicht geschieht, dürfen Apotheken keine Corona-Tests an Endverbraucher abgeben.“

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Apotheken in Deutschland schließen sich an Telematik-Infrastruktur an
Berlin, 17. August 2020 – Mit der Zulassung des ersten E-Health-Konnektors und der Ausstellung von Heilberufsausweisen und Institutionenkarten haben die knapp 19.000 Apotheken in Deutschland begonnen, sich an die bundeseinheitliche Telematik-Infrastruktur (TI) anzuschließen. Über die Verbindung mit dem sicheren Datennetz können Apotheken auf Wunsch der Patienten den elektronischen Medikationsplan auf der Gesundheitskarte aktualisieren. Ab 2021 können sie arzneimittelbezogene Informationen in der elektronischen Patientenakte hinterlegen und ab 2022 auch flächendeckend elektronische Rezepte empfangen und bearbeiten. „Betriebsintern sind Apotheken schon längst hoch digitalisiert und an zahlreiche Datennetze angeschlossen. Nun wird endlich auch der sichere Austausch von Informationen mit anderen Leistungserbringern möglich sein. Das kann, soll und wird die Versorgung der Patienten maßgeblich erleichtern und verbessern“, sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). Die Kapazitäten der Hardwarehersteller und der Softwarehäuser, die die Anbindung vornehmen, werden es jedoch nicht erlauben, bis zum 30. September 2020, dem gesetzlichen Stichtag, bereits alle Apotheken in ganz Deutschland am Netz zu haben, sagt Becker.
Die Apothekerschaft hat zahlreiche Vorarbeiten geleistet, um den bundesweiten Roll-Out zu beschleunigen und die Anwendungen für die Patienten bestmöglich nutzbar zu machen: Die Landesapothekerkammern geben derzeit Heilberufsausweise (HBA) und Institutionenkarten (SMC-B) an die selbständigen Apotheker heraus, die vor Ort zur Autorisierung und Inbetriebnahme der E-Health-Konnektoren notwendig sind. Der Nacht- und Notdienstfonds des DAV bearbeitet nach der Inbetriebnahme eines E-Health-Konnektors den jeweiligen Antrag zur Refinanzierung der Kosten, die laut Gesetz von den Krankenkassen zurückerstattet werden. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat einen umfangreichen Frage-und-Antwort-Katalog zum elektronischen Medikationsplan in Apotheken bereitgestellt. Als Gesellschafter der gematik GmbH beteiligt sich der DAV intensiv an der weiteren Ausgestaltung der TI-Anwendungen. Derzeit läuft ein gemeinsames E-Rezept-Pilotprojekt mit dem Berliner Apothekerverein, das vom Bundesministerium für Gesundheit als Modellvorhaben für eine innovative und praktikable E-Rezept-Lösung in der Zukunftsregion Digitale Gesundheit gefördert wird und frühzeitig Informationen zu Akzeptanz und Praktikabilität des E-Rezepts liefern soll.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Medikamente brauchen Hitzeschutz
Berlin, 24. Juni 2020 – Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, brauchen Medikamente besonderen Schutz. „Die meisten Arzneimittel kann man auch an einem heißen Sommertag ohne Bedenken von der Apotheke nach Hause tragen. Aber man darf sie nicht auf Dauer zu warm aufbewahren“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Deshalb sollte man seine Medikamente zuhause nicht auf dem sonnigen Fensterbrett lagern, sondern lieber in einem Schrank.
Die meisten Arzneimittel sollten zwischen 15 und 25 Grad gelagert werden. Aber einige Arzneimittel gehören in den Kühlschrank, zum Beispiel Insuline. Wenn es auf der Verpackung vermerkt ist, sollten sie zwischen 2 und 8 Grad aufbewahrt werden. Benkert: „Es gibt außerdem kühlkettenpflichtige Arzneimittel, die auch während des Transport von der Apotheke zum Patienten eine kontinuierliche Kühlung brauchen. Diese eignen sich nicht für einen Versand per Post.“ Der Apotheker empfiehlt, kühlpflichtige Arzneimittel in einer Apotheke vor Ort zu beziehen.
Hitze kann Arzneimittel beschädigen, ohne dass das äußerlich erkennbar ist. Werden beispielsweise Asthmasprays in der direkten Sonne gelagert, können sich Dosiergenauigkeit und Wirksamkeit verändern. Andere Veränderungen kann man auch sehen. Sind zum Beispiel Zäpfchen einmal geschmolzen, können sich die Wirkstoffe in der Grundlage ungleichmäßig verteilen. Das macht sie auch nach dem Abkühlen unbrauchbar. Bei Cremes kann Hitze die Konsistenz verändern und die Bestandteile trennen sich.
Wärmeempfindliche Medikamente können unterwegs in einer Kühltasche ohne Kühlelemente verstaut werden. Vorsicht aber bei kühlpflichtigen Medikamenten, denn sie dürfen unterwegs nicht einfrieren. Sie sollten in der Kühlbox mit einem Handtuch umwickelt werden, um direkten Kontakt zu einem Kühlakku zu vermeiden. Im Sommer können bei Autofahrten Medikamente während der Fahrt unter einem Vordersitz verstaut werden, denn hier bleibt es relativ kühl.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Nicht jede Tablette darf zerteilt werden
Berlin, 15. Juni 2020 – Tabletten werden häufig zerteilt – aber längst nicht jede Tablette ist dafür geeignet. „Eine Bruchkante alleine heißt nicht, dass das Zerbrechen oder Zerschneiden erlaubt ist. Wenn im Beipackzettel nicht ausdrücklich steht, dass eine Tablette geteilt werden darf, sollten Patienten vorher beim Apotheker nachfragen“, sagte Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Ob eine Tablette teilbar ist, kann selbst bei wirkstoffgleichen Präparaten je nach Hersteller unterschiedlich sein. Wer zum Beispiel wegen eines Rabattvertrags oder eines Lieferengpasses ein anderes Präparat als gewohnt bekommt, sollte sich beim Apotheker erkundigen, falls eine Teilung vorgesehen ist.
Nicht teilbare Arzneimittel wie zum Beispiel Retardtabletten sind weit verbreitet: Im Jahr 2018 gaben Apotheken 88 Millionen Packungen mit nicht teilbaren festen Arzneiformen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab. Das entspricht etwa 14 Prozent aller auf GKV-Rezept abgegebenen Fertigarzneimittel. Benkert: „Zahlen für 2019 liegen uns nicht vor, aber die Größenordnung dürfte ähnlich sein.“
Wenn eine Tablette, die intakt eingenommen werden soll, trotzdem geteilt wird, reichen die Folgen von Unwirksamkeit bis hin zu schwerwiegenden Nebenwirkungen. Beispielsweise soll eine Retardtablette mit einem Blutdrucksenker den Blutdruck über mehrere Stunden moderat absenken. Nimmt man hingegen eine solche Retardtablette zerbrochen ein, fällt der Blutdruck kurzfristig zu stark.
Tabletten werden aus verschiedenen Gründen geteilt, zum Beispiel, weil es keine Fertigarzneimittel in der gewünschten Dosierung gibt. Einige werden zerteilt, weil das Schlucken der großen Tablette schwerfällt. Oft kennt der Apotheker für diese Patienten alternative Darreichungsformen, zum Beispiel Tropfen. Apotheker können bei einer entsprechenden ärztlichen Verordnung aus großen Tabletten auch leichter schluckbare Kapseln herstellen. Zudem gibt es in der Apotheke Überzüge, die das Schlucken erleichtern.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Tag der Apotheke: Krisenfeste Arzneimittelversorgung auch für die Zukunft sichern
Berlin, 4. Juni 2020 – Die dezentrale, wohnortnahe Arzneimittelversorgung in Deutschland hat sich in der Corona-Pandemie als besonders krisenfest erwiesen. „Die Apotheken haben ihre Patienten auch in der Krise jeden Tag zuverlässig versorgen können. Aber wenn das so bleiben soll, brauchen sie dringend eine ordnungspolitische Perspektive für die nächsten Jahre“, sagte Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, bei einer Pressekonferenz zum Tag der Apotheke: „Drei Schritte erwarten die Apotheker von der Politik: Die Festpreisbindung für rezeptpflichtige Medikamente muss dringend wiederhergestellt werden, das E-Rezept muss ohne Einfluss von Dritten in die Apotheke gelangen, und während der Pandemie eingeführte, sinnvolle Versorgungsverbesserungen wie der Zuschuss zum Botendienst sollten verstetigt werden.“ Einer bundesweiten Umfrage der ABDA zufolge haben die Apotheken ihre Botendienste von 300.000 pro Tag im Januar um 50 Prozent auf 450.000 pro Tag im März erhöht, um in Quarantäne befindliche Personen zu versorgen und zu Risikogruppen gehörende Patienten vor COVID-19 zu schützen.
Der Tag der Apotheke am 7. Juni wird bundesweit seit 1998 von der ABDA ausgerufen, um die Bedeutung der Apotheken zu dokumentieren. Rechtzeitig zum Aktionstag wird das Statistische Jahrbuch „Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2020“ publiziert. „Die Apotheken haben es während der letzten Jahre nicht leicht gehabt“, sagte Claudia Korf, Geschäftsführerin Ökonomie der ABDA: „Wir haben immer weniger Betriebe, die aber immer mehr Personal brauchen, um die Patienten gut versorgen zu können. Und gutes Personal kostet Geld. Dabei hinkt die Honorierung der Apotheken seit Jahren hinter Richtgrößen wie Krankenkasseneinnahmen, Bruttoinlandsprodukt oder Verbraucherpreisindex hinterher. Die Umsatzrendite ist seit 2013 rückläufig und liegt im Durchschnitt nur noch bei 5,7 Prozent. Die Krankenkassen haben zwar wachsende Arzneimittelausgaben, aber der Anteil der Apothekenvergütung an den Leistungsausgaben ist rückläufig und beträgt nur noch 2,1 Prozent.“ In Deutschland gibt es 19.075 Apotheken, die 160.588 Menschen beschäftigten, davon 89,1 Prozent Frauen.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

 

Osterferien zur Corona-Krise: Apothekenfinder 22 8 33 hilft bei Suche nach dienstbereiter Apotheke vor Ort
Berlin, 6. April 2020 – Der Apothekenfinder 22 8 33 wird erfahrungsgemäß zur Reisezeit an Ostern besonders häufig genutzt. Dieses Jahr bleiben die Menschen wegen der Corona-Pandemie zuhause, die Apotheken sind aber wie gewohnt für sie da. Patienten, die den konkreten und begründeten Verdacht haben, sich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert zu haben, sollten nicht direkt in die Apotheke oder Arztpraxis aufbrechen, sondern sich vorab telefonisch informieren. Ärztlichen Rat gibt es unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117 oder per Telefon in der jeweiligen Hausarztpraxis. Telefonische Informationen zu Arzneimitteln kann die Apotheke vor Ort geben. Deren Kontaktdaten gibt es im Apothekenfinder 22 8 33. Darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin, die den Apothekenfinder 22 8 33 betreibt und darin alle 19.075 öffentlichen Apotheken sowie nachts und feiertags die 1.300 Notdienstapotheken listet.
Mit 15,27 Millionen digitalen Abrufen hat der Apothekenfinder 22 8 33 im Jahr 2019 einen neuen Rekord aufgestellt. Im Jahr 2018 waren es nur 14,87 Millionen Suchen nach Nacht- und Notdienstapotheken, aber auch nach tagsüber geöffneten Apotheken in der Arbeitsplatz- oder Wohnortnähe gewesen. Mit 13,53 Millionen Abrufen liegt im Jahr 2019 weiterhin das Gesundheitsportal www.aponet.de vorne – vor 1,01 Millionen Abrufen über das mobile Web, 580.000 Nutzungen der Smartphone-App und 150.000 Suchen per Festnetztelefon, SMS und Mobilfunk.
Der Apothekenfinder 22 8 33 ist überall und jederzeit auf verschiedenen digitalen Wegen erreichbar: Die kostenfreie App für Smartphones aus dem App Store bzw. Google Play Store gehört ebenso zum Angebot wie die mobile Webseite www.apothekenfinder.mobi. Per Mobiltelefon kann man bundesweit ohne Vorwahl die 22 8 33 anrufen oder eine SMS mit der fünfstelligen Postleitzahl dorthin schicken (69 Cent pro Minute/SMS). Von zu Hause aus können Patienten kostenfrei die Festnetznummer 0800 00 22 8 33 wählen oder auf das Gesundheitsportal www.aponet.de zugreifen.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Lieferengpässe bei Arzneimitteln haben sich erneut verdoppelt – auch ohne Einfluss des Coronavirus
Berlin, 9. März 2020 – Die Lieferengpässe bei Arzneimitteln haben sich im Jahr 2019 auf 18,0 Millionen Packungen fast verdoppelt – nach 9,3 Millionen Medikamenten im Jahr 2018. Im Jahr 2017 waren es sogar nur 4,7 Millionen Arzneimittel gewesen. Die Gesamtzahl der in den Apotheken auf Rezept abgegebenen Medikamente ist derweil in allen drei Jahren bei etwa 650 Millionen konstant geblieben. Das ergibt eine Auswertung des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) auf Basis von Abrechnungen der Apotheken mit den gesetzlichen Krankenkassen. Dabei werden nur Rabattarzneimittel berücksichtigt, weil dort das Rezept entsprechend gekennzeichnet ist, so dass das wahre Ausmaß von Lieferengpässen sogar noch unterschätzt wird. In der Rangliste der Nichtverfügbarkeiten im Jahr 2019 liegt Candesartan (Blutdrucksenker) mit 1,8 Mio. Packungen vor Allopurinol (Gichtmittel) mit 0,8 Mio., Valsartan (Blutdrucksenker) mit 0,8 Mio., Venlafaxin (Antidepressivum) mit 0,7 Mio. und Diclofenac (Schmerzmittel) mit 0,7 Mio.
„Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind leider schon seit Jahren ein großes Problem für die Versorgung von Millionen Patienten“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Mit dem neuen, traurigen Rekordniveau an Lieferengpässen zeigt sich immer mehr, dass Apotheker als Krisenmanager agieren müssen, wenn sie ihre Patienten wenigstens mit Alternativpräparaten versorgen wollen. Dass die Apotheken in der derzeitigen Coronavirus-Krise die Desinfektionsmittel nun auch noch selbst herstellen müssen, ist ein zusätzlicher Belastungsfaktor. Bei diesem enormen Mehraufwand, der in den Apotheken viel Zeit kostet und Personal bindet, muss nun endlich auch über eine Vergütung gesprochen werden. Die Krankenkassen können nicht länger ignorieren, was die Apotheken zusätzlich für ihre Versicherten leisten.“ Schmidt weiter: „Gerade während der Coronavirus-Epidemie zeigt sich, dass die Apotheken vor Ort ihre hohe Verantwortung für die Versorgung der Menschen wahrnehmen, indem sie schnell, persönlich und kompetent beraten, begleiten und handeln.“

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Coronavirus: Apotheken können wirksame Desinfektionsmittel im Labor herstellen
Berlin, 5. März 2020 – Desinfektionsmittel werden derzeit stark nachgefragt und sind vielerorts ausverkauft. Apotheken können Abhilfe schaffen. „Apotheken sind mehr als nur Abgabestellen. In jeder Apotheke gibt es ein Labor, in dem der Apotheker aus Grundsubstanzen selbst Desinfektionsmittel anfertigen kann – für Patienten, aber besonders auch für Arztpraxen oder Pflegeheime, die dringend darauf angewiesen sind. In der aktuellen Situation zeigt sich damit einmal mehr, dass ein solides Netz aus Vor-Ort-Apotheken das Gesundheitssystem krisenfester macht. Dieses Netz ist unverzichtbar und muss erhalten bleiben“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. 
Dank einer befristeten Genehmigung können Apotheken Produkte zur hygienischen Händedesinfektion herstellen und in den Verkehr bringen. Bis Anfang der Woche gab es dagegen rechtlichen Hürden. Gegen das Coronavirus eingesetzt werden 70 %iges Isopropanol (auch 2-Propanol genannt) oder ein Gemisch aus Isopropanol mit Wasserstoffperoxid und Glycerol. Apotheker können zur Händedesinfektion auch Ethanol-Wasser-Gemische herstellen. Der pharmazeutische Großhandel bemüht sich, die Rohstoffe für die Anfertigung dieser Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die Apotheken zu bringen.
Schmidt: „Niemand sollte sich selbst zuhause ein Desinfektionsmittel aus frei verfügbaren Zutaten zusammenrühren, denn das kann gefährlich werden.“ Hochprozentiger Alkohol kann sich entzünden. In zu geringen Konzentrationen ist er nicht gegen Coronaviren wirksam. Die Anleitungen, die im Internet kursieren, sind ungeprüft. Ob sie gegen Viren wirken, ist ungewiss. „Im Internet wimmelt es von Fake News – solide Informationen und Produkte gibt es hingegen in der Apotheke“, sagte Schmidt. „Man sollte aber nicht vergessen: Gesunde brauchen keine Desinfektionsmittel, um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Regelmäßiges Händewaschen ist nach wie vor das Mittel der Wahl.“ 

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Handhabung von Antibiotika in der Apotheke zeigen lassen
Berlin/Schladming, 24. Januar 2020 – Arzneiformen mit Antibiotika können problematisch in der Zubereitung und Anwendung sein. „Nutzen Sie das Beratungsangebot Ihrer Apotheke vor Ort. Wer zum Beispiel einen antibiotika-haltigen Trockensaft braucht, sollte sich die Zubereitung in seiner Apotheke demonstrieren lassen“, sagte Apotheker Dr. Wolfgang Kircher beim pharmacon, einem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer.
Bei den so genannten Trockensäften füllt der Hersteller das Antibiotikum zusammen mit Hilfsstoffen als Pulver in eine Flasche. Dieses trockene Pulver ist gut lagerfähig. Erst unmittelbar vor der Anwendung füllt der Patient Wasser hinzu, wodurch ein Saft entsteht. Kircher: „Wasser einfüllen klingt einfach – ist es in der Praxis aber nicht. Wird im ersten Schritt zu wenig Wasser eingefüllt, kann ein zäher Bodensatz entstehen, der so gut wie nicht mehr aufgeschüttelt werden kann. Die Flüssigkeit, die dann aus der Flasche entnommen wird, ist unterdosiert. Das kann bei Antibiotika die Resistenzbildung begünstigen.“ Kircher kritisierte zudem, dass die Markierung, bis zu der das Wasser eingefüllt werden soll, bei einigen Präparaten schwer zu erkennen ist. Ein weiteres Problem bei Trockensäften ist, dass sich beim Schütteln oft ein stabiler Schaum bildet. Dieser kann das Abmessen der korrekten Dosis erschweren.
Trockensäfte sind nicht die einzige Darreichungsform, die in der Anwendung oft problematisch sind. Als weitere Beispiele nannte der Apotheker die oft sehr großen Tabletten und Augen- oder Ohrentropfen mit Antibiotika. Auch Menschen mit Handicaps, etwa einer verringerten Feinmotorik oder Sehstörungen, haben oft Schwierigkeiten. „Wer Probleme mit der Anwendung von Arzneimitteln hat, sollte das mit seinem Apotheker besprechen. Wir finden in der Apotheke für so gut wie jedes Anwendungsproblem eine individuelle Lösung.“

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Bei Harnwegsinfekten zuerst in die Apotheke
Berlin/Schladming, 23. Januar 2020 – Wer bei sich eine Harnwegsinfektion vermutet, kann sich in der Apotheke beraten lassen. „Der Apotheker kennt die Grenzen der Selbstmedikation. Falls nötig, wird er Patienten mit einer Blasenentzündung zum Arztbesuch raten. Wenn das nicht nötig ist, kann er rezeptfreie Arzneimittel empfehlen“, sagte Dr. Christian Ude beim Fortbildungskongress pharmacon. Der Apotheker ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer.
Typische Beschwerden einer Blasenentzündung sind Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, Harndrang und häufiges Wasserlassen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Unkomplizierte Harnwegsinfekte können in der Selbstmedikation behandelt werden. Ude: „Bei komplizierten Harnwegsinfekten muss ein Arzt zu Rate gezogen werden, etwa wenn zusätzlich Fieber oder Rückenschmerzen auftreten. Die Grenzen der Selbstmedikation wären auch bei vaginalem Juckreiz oder Blut im Urin erreicht. Männer mit Harnwegsinfekten sollten direkt zum Arzt gehen.“
Wenn eine Selbstmedikation möglich ist, helfen verschiedene rezeptfreie Medikamente. Ude: „Ich empfehle meinen Patienten vor allem qualitativ hochwertige Phytopharmaka bestehend aus Zubereitungen aus Pflanzen wie Bärentraube oder Meerrettichwurzel und Kapuzinerkresse. Vorbeugend kann auch D-Mannose eingesetzt werden.“ Zur Präparateauswahl, Anwendungsdauer und Dosis sollten sich Patienten in ihrer Apotheke beraten lassen. „Immer wieder wird Cranberry als ‚Geheimtipp‘ gegen Harnwegsinfekte genannt. Aus meiner Sicht zu Unrecht, denn die Wirksamkeit ist umstritten und in Deutschland ist kein entsprechendes Arzneimittel zugelassen“, sagte Ude. Traditionelle Arzneimittel gegen Blasenentzündung sind Arzneitees. Sie können die Heilung unterstützen und bestehen aus verschiedenen Pflanzen.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Bei Grippeschutzimpfungen „noch viel Luft nach oben“
Berlin/Schladming, 21. Januar 2020 – Nach Expertenschätzungen starben in den letzten Jahren durchschnittlich 10.000 Bundesbürger pro Jahr an den Folgen einer Influenza (Grippe). Die Impfung muss jährlich wiederholt werden, da sich das Virus von Jahr zu Jahr leicht verändern kann. „Auch wenn der Impfstoff gegen Influenza nicht jedes Jahr gleich effektiv ist – mit keiner anderen Impfung lassen sich in Deutschland so viele Menschenleben retten wie mit der Grippeschutzimpfung“, sagte Prof. Dr. Thomas Weinke von der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie und Infektiologie des Klinikums Ernst von Bergmann in Potsdam beim Fortbildungskongress pharmacon. Der Internist ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer.
Weinke: „Leider stellen wir fest, dass noch viel zu wenig Menschen gegen eine Influenza geimpft sind. Es gibt große Unterschiede zwischen den Regionen. In den alten Bundesländern sind zwei Drittel der Menschen nicht geimpft, in den neuen Bundesländern ‚nur‘ jeder zweite. Hier ist noch viel Luft nach oben. Deshalb würde ich ein niederschwelliges Angebot einer Grippeschutzimpfung in Apotheken begrüßen.“ Eine Grippeschutzimpfung kann nicht nur Todesfällen, sondern auch Folgeschäden vorbeugen, etwa einem Herzinfarkt oder einer bakteriell bedingten Lungenentzündung. Durch eine Impfung ließen sich rund 1.000 Krankenhausaufnahmen pro Jahr verhindern.
Die Intensität der Grippewelle schwankt – in Abhängigkeit von den zirkulierenden Viren – von Jahr zu Jahr. Während der außergewöhnlich schweren Grippewelle 2017/2018 wurden mehr als 334.000 Menschen infiziert, 60.000 Patienten wurden stationär behandelt. Etwa 9 Millionen Influenza-bedingte Arztbesuche wurden registriert.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Kinder nicht als Boten in die Apotheke schicken
Berlin, 17. Dezember 2019 – Eltern sollten ihre Kinder besser nicht als Boten in eine Apotheke schicken. Darauf macht eine aktuelle Arbeitshilfe der Bundesapothekerkammer aufmerksam.
Gegen den Botendienst von Kindern und Jugendlichen spricht einiges: „Wie soll ein Apotheker einen erwachsenen Patienten beraten, wenn er nur mit dessen Kind spricht? Kinder können beispielsweise Einnahmehinweise nicht verstehen und deshalb auch nicht ausrichten", sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Wenn der Apotheker Fragen zu anderen Medikamenten des Patienten hat, beispielsweise um mögliche Wechselwirkungen zu beurteilen, kann ein Kind diese vermutlich nicht beantworten. Ein weiterer Aspekt gegen die Abgabe an Kinder und Jugendliche ist das Missbrauchsrisiko von Medikamenten.
Grundsätzlich geben Apotheker Kindern und Jugendlichen Medikamente nur dann mit, wenn im Einzelfall nichts dagegenspricht. Diese Entscheidung hängt unter anderem vom Alter des Kindes, dem Arzneimittel und davon ab, ob es sich um eine Erst- oder Wiederholungsverordnung handelt oder ob es bereits bei einem Erstkontakt zum Patienten die Möglichkeit zur Information und Beratung gab.
Benkert: „Die beste Beratung findet immer im persönlichen Gespräch in der Apotheke statt.“ Wer seine Apotheke nicht selbst aufsuchen kann, kann nach einem Botendienst durch Mitarbeiter der Apotheke fragen. Im Jahr 2018 erbrachten Apotheken etwa 250.000 Botendienste.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Bonpflicht ab 2020: DAV-Vorsitzender Fritz Becker fordert Verzicht
Berlin, 16. Dezember 2019 – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) fordert die Bundesregierung auf, auf die ab 1. Januar 2020 vorgesehene Bonpflicht für die mehr als 19.000 Apotheken und viele andere klein- und mittelständische Unternehmen zu verzichten. „Die Bonpflicht ist bürokratisch, in Apotheken überflüssig und umweltschädlich obendrein“, sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV): „Es ist doch widersinnig, einen Kassenbon für Kunden ausdrucken zu müssen, die ihn gar nicht wollen, nur um ihn anschließend datensicher entsorgen zu müssen. Jeder Kunde, der den Bon braucht oder will, bekommt ihn ohnehin.“
Natürlich unterstütze der DAV das grundsätzliche Ziel des Gesetzgebers, europäische Vorgaben umzusetzen und Steuervermeidung bzw. -hinterziehung in allen Einzelhandelsbereichen zu unterbinden, so Becker. Aber die Maßnahmen dazu müssten auch tauglich und notwendig sein. Die Bonpflicht brauche es schon wegen der ohnehin lückenlos dokumentierten Geschäftsvorgänge in Apotheken nicht: „Jede Apotheke in Deutschland ist heute schon vollends durchdigitalisiert. Von der Warenbestellung beim Großhandel bis zur Rezeptabrechnung mit den Krankenkassen wird jeder Schritt elektronisch dokumentiert und bleibt überprüfbar. Da herrscht maximale Transparenz.“ Becker weiter: „Viele Patienten haben zudem Stammapotheken, die ihnen am Jahresende eine vollständige Übersicht aller geleisteten Zahlungen für die Steuer oder die Krankenkasse ausdrucken. Die Patienten wollen und brauchen nicht zusätzlich jedes Mal den Kassenzettel. Und diesen Wunsch müssen wir doch respektieren.“

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Antibiotika richtig einnehmen
Berlin, 15. November 2019 – Antibiotika sind Medikamente gegen zum Teil lebensbedrohliche bakterielle Infektionen. Langfristig könnten sie ihre Wirksamkeit verlieren, wenn die Bakterien „lernen“, sich den Antibiotika durch die Ausbildung von Resistenzen zu widersetzen. „Durch eine verantwortungsvolle Anwendung können Patienten dazu beitragen, dass die Antibiotika ihre Wirkung behalten“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Anlässlich des Europäischen Antibiotikatags am 18. November 2019 bieten viele Apotheken einen Flyer mit dem Titel “7 Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika” an.

  • Antibiotika sollten ausschließlich nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden.
  • Antibiotika sollten so lange und in der Dosierung eingenommen werden, wie vom Arzt vorgesehen.
  • Apotheker informieren Patienten über Wechselwirkungen und geben Einnahmehinweise. Einige Antibiotika werden durch Kalzium in ihrer Wirkung gestört. Sie sollten deshalb nicht mit Milch oder kalziumreichen Mineralwässern eingenommen werden. Idealerweise nimmt man die Tabletten mit einem großen Glas Wasser ein.
  • Reste von Antibiotika sollten nicht aufgehoben oder von Patienten bei der nächsten Infektion auf eigene Faust eingenommen werden.  
  • Ärztlich verordnete Antibiotika sollten nicht an andere Patienten weitergegeben werden.
  • Antibiotika sollten über den Hausmüll entsorgt werden, aber nicht über die Toilette oder das Waschbecken. Die Entsorgung von Antibiotika über das Abwasser verbreitet die Substanzen in die Umwelt und fördert so die Entstehung von Resistenzen. Einige Apotheken bieten als freiwilligen Service an, Arzneimittelreste zu entsorgen.
  • Viele Infektionen können durch einfache Hygienemaßnahmen vermieden werden. Empfehlenswert ist auch eine Grippeimpfung.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

30 Jahre Mauerfall: Arzneimittelversorgung ist gleichermaßen gut, aber Gesundheitsverhalten unterscheidet sich erheblich in Ost und West
Berlin, 29. Oktober 2019 – Dreißig Jahre nach dem Mauerfall im Herbst 1989 gibt es in der Qualität der Arzneimittelversorgung keine Unterschiede mehr zwischen Ost- und Westdeutschland. Die Apothekendichte ist im Osten mit 24 Apotheken pro 100.000 Einwohnern vergleichbar zu der im Westen (23). Im Jahr 1990 war die Apothekendichte im Westen mit 29 Apotheken pro 100.000 Einwohnern noch mehr als doppelt so hoch wie im Osten (13). Im Gesundheitsverhalten – gemessen am Umgang mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln – lassen sich dagegen weiterhin deutliche Unterschiede erkennen: Im Osten werden relativ betrachtet mehr Grippeimpfstoffdosen, mehr Antidiabetika sowie mehr Verhütungsmittel an Frauen unter 20 Jahren auf Rezept abgegeben. Im Westen dagegen werden mehr Antibiotika und mehr individuelle Rezepturen für gesetzlich Versicherte verordnet und in Apotheken abgegeben. Auffällig ist auch, dass in der Nachwendegeneration der 20- bis 30-Jährigen die Westdeutschen mehr Arzneimittel als die Ostdeutschen einnehmen, während sich dieses Verhältnis in ihrer Großelterngeneration der 70- bis 80-Jährigen umkehrt. Diese Zahlen basieren auf Berechnungen durch das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) im Auftrag der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
„Drei Jahrzehnte nach friedlicher Revolution und Wiedervereinigung ist die Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln gleichermaßen gut in Ost und West", sagt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. „Auch wenn das Versorgungsnetz allmählich ausdünnt, garantieren die Apotheken doch immer noch eine flächendeckende Arzneimittelversorgung. Nacht- und Notdienst, Rezeptsammelstellen und Botendienste sind drei Beispiele dafür, wie die Versorgung gesichert wird.“ Schmidt weiter: "Bei der Anwendung von Impfstoffen, Antibiotika oder Antidiabetika gibt es allerdings immer noch große Unterschiede. Demografie und abweichende Krankheitsprofile sind nicht die einzigen Gründe für diesen Unterschied. Hier wirkt auch immer noch die Sozialisation aus unterschiedlichen Gesundheitssystemen nach. Entscheidend ist aber, dass jeder Patient überall gleich gut versorgt wird. Das muss der Anspruch unserer Gesellschaft an ein solidarisches Gesundheitswesen bleiben."

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Apothekenklima-Index 2019:
Trübe Branchenaussichten für Apotheken, wachsende Probleme mit LieferengpässenDüsseldorf, 24. September 2019 – Deutschlands Apotheker schauen immer pessimistischer in die Zukunft. Acht von zehn Inhabern (79,8 Prozent) gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Branche in den nächsten zwei bis drei Jahren negativ sein wird. Vor drei Jahren lag dieser Wert noch bei 50,8 Prozent. Das drängendste Thema sieht der Berufsstand in der Schaffung von mehr Planungssicherheit durch stabile rechtliche Rahmenbedingungen. 90,0 Prozent der Inhaber konstatieren hier prioritären Handlungsbedarf.
Als eines der größten Ärgernisse im Berufsalltag bezeichnen 91,2 Prozent der selbständigen Apotheker mittlerweile die Lieferengpässe bei Medikamenten; im Jahr 2016 hatten sich nur 35,5 Prozent der Inhaber darüber geärgert. Erstmals lässt sich nun auch der damit verbundene zeitliche Aufwand quantifizieren: Sechs von zehn Apothekern (62,2 Prozent) geben an, dass sie und ihre Beschäftigten mehr als 10 Prozent ihrer Arbeitszeit dafür aufwenden, um bei Lieferengpässen gemeinsam mit Ärzten, Großhändlern und Patienten nach Versorgungslösungen zu suchen. Das sind Ergebnisse des Apothekenklima-Index‘ 2019, einer repräsentativen Meinungsumfrage von MARPINION im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Der Index, für den seit 2016 jeden Sommer 500 Apothekeninhaber in Deutschland befragt werden, wurde heute zum Auftakt des Deutschen Apothekertages in Düsseldorf vorgestellt.
„Die Stimmung in den Apotheken wird immer schlechter“, sagte ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold: „Wenn vier von fünf Apothekeninhabern für die nächsten Jahre ‚schwarz sehen‘, erodiert das Fundament für eine hochwertige und wohnortnahe Arzneimittelversorgung der Menschen in Deutschland.“ Arnold sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf für die Bundespolitik: „Apotheker sind freie Heilberufler, die vernünftige Rahmenbedingungen brauchen. Dazu gehören ordnungspolitische Stabilität, wirtschaftliche Verbesserungen und eine fachliche Perspektive. Darauf warten wir seit mindestens drei Jahren. Mit dem derzeit diskutierten Apothekenreformpaket gibt es immerhin die Chance, ein Stück weiterzukommen und die Situation zu verbessern.“ ABDA-Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz wies auf die schwierige Gemengelage in der Reformdiskussion hin: „Morgen beginnt der Deutsche Apothekertag, und wir haben zwei abweichende Vorschläge der Politik auf dem Tisch, einen der Bundesregierung und einen des Bundesrates. Was wir nicht gebrauchen können, ist, dass sich die politischen Akteure gegenseitig weiter blockieren. Das wird die Diskussion in den nächsten Tagen maßgeblich mitbestimmen.“
ABDA-Vizepräsident Arnold sieht nun die Gesundheitspolitik am Zuge: „Jetzt kommt es darauf an, dass das Reformpaket zügig in den Bundestag eingebracht, an entscheidenden Stellen nachgesteuert und dann baldmöglichst verabschiedet wird.“ Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Oktober 2016, das ausländische Versandapotheken aus der Festpreisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel entlassen hatte, müsse der Gesetzgeber vor allem die Gleichpreisigkeit bei rezeptpflichtigen Medikamenten endlich wiederherstellen, so Arnold.
Arnold verwies außerdem auf die zusätzlichen Belastungen der Apotheken durch die sich zuspitzenden Arzneimittel-Engpässe: “Die im Apothekenklima-Index erfragten Bewertungen zum Zeitaufwand bei Lieferengpässen lassen sich jetzt auch mit Verordnungszahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts empirisch untermauern.“ Demnach hat sich die Anzahl der Rabattarzneimittel, die aufgrund eines Lieferengpasses ausgetauscht werden mussten, bei gesetzlich krankenversicherten Patienten von 5,0 Millionen Packungen im Jahr 2016 auf 9,3 Millionen Stück im Jahr 2018 fast verdoppelt. Betroffen ist jedes 50. Rabattarzneimittel (9,3 von 450 Millionen Packungen im Jahr 2018). Im Jahr 2018 haben die Top-10-Wirkstoffe mit 4,7 Millionen Arzneimitteln fast die Hälfte der 9,3 Millionen Lieferengpässe ausgemacht. Hochdosiertes, rezeptpflichtiges Ibuprofen (Schmerzmittel) belegt mit 1,6 Millionen Packungen den ersten Platz auf der Liste. Mit fünf Wirkstoffen unter den Top 10 sind die Blutdrucksenker Valsartan, Ramipril und Bisoprolol sowie deren Kombinationen mit Diuretika (harntreibende Mittel) ebenfalls weit oben.
Die Pressekonferenz zum Apothekenklima-Index läutet den Deutschen Apothekertag ein, der in diesem Jahr vom 25. bis 27. September 2019 im CCD Congress Center Düsseldorf stattfindet. Mehr als 300 Delegierte aus jeweils 17 Apothekerkammern und -verbänden diskutieren und beschließen in der Hauptversammlung die zukünftigen Positionen ihres Berufsstandes. Die Pressestelle des Deutschen Apothekertages befindet sich im 1. OG, CCD / Messe, Eingang Süd, Stockumer Kirchstr. 64, 40474 Düsseldorf.
Alle Informationen zum Apothekenklima-Index, zum Deutschen Apothekertag und zum Livestream stehen unter www.abda.de

Vor dem Teilen von Tabletten den Apotheker fragen
Berlin, 5. Sept. 2019 – Tabletten werden häufig geteilt – aber nicht jede Tablette ist dafür geeignet. „Wenn im Beipackzettel nicht ausdrücklich steht, dass eine Tablette geteilt werden darf, sollte man vor dem Zerbrechen in der Apotheke nachfragen. Eine Bruchkante alleine ist kein Freifahrtschein dafür“, sagte Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Ob eine Tablette teilbar ist, kann selbst bei wirkstoffgleichen Präparaten je nach Hersteller unterschiedlich sein. „Patienten fragen deshalb besser in ihrer Apotheke nach, wenn sie zum Beispiel wegen eines Rabattvertrags oder eines Lieferengpasses ein anderes Medikament als sonst bekommen.“
Feste Arzneimittel wie zum Beispiel Retardtabletten, die nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker geteilt werden sollen, sind weit verbreitet: Im Jahr 2018 gaben Apotheken 88 Millionen Packungen ab. Das entspricht etwa 14 Prozent aller auf GKV-Rezept abgegebenen Fertigarzneimittel.Benkert: „Wenn eine Tablette, die intakt eingenommen werden soll, trotzdem geteilt wird, reichen die Folgen von Unwirksamkeit bis hin zu schwerwiegenden Nebenwirkungen.“ Auch teilbare Tabletten sollten erst kurz vor der Einnahme geteilt und die Bruchstücke nicht lange aufbewahrt werden.
Das Teilen ist aus mehreren Gründen nicht unproblematisch. Bei einigen Tabletten entsteht dabei Staub, dessen Einatmen riskant ist. Dazu gehören Arzneimittel gegen Krebs- oder Viruserkrankungen und Vitamin-A-Derivate gegen schwere Hautkrankheiten. Andere Tabletten haben einen Schutzüberzug, der dafür sorgt, dass ein Wirkstoff nur langsam ins Blut aufgenommen wird, oder dass sich die Tablette erst im Darm statt im Magen auflöst. Durch das Brechen verliert er seine Funktion. Es gibt daneben Überzüge, die die Inhaltsstoffe gegen Licht schützen. Ein Beispiel dafür sind Tabletten mit Nifedipin gegen Herzerkrankungen.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Nebenwirkungen an Arzt oder Apotheker berichten
Berlin, 27. August 2019 – Wer nach einer Arzneimitteleinnahme eine Nebenwirkung bemerkt, sollte seinem Arzt oder Apotheker davon berichten. „Jeder kennt den Satz ‚Zu Risiken und Nebenwirkungen […] fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker‘. Dieser Satz lässt sich sinnvoll erweitern: ‚Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker und berichten Sie ihm von Ihren Beobachtungen‘“, sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK).
Im bewährten Meldesystem berichten Patienten zunächst ihrem Apotheker von einer Nebenwirkung. Der Apotheker gibt diese Meldung unter anderem an die AMK weiter. Dort werden Meldungen aus allen Apotheken systematisch erfasst, ausgewertet und dann an die entsprechenden Bundesoberbehörden weitergegeben. Falls die Behörden Maßnahmen erlassen, werden diese von der AMK umgesetzt bzw. die Information an alle Apotheken verteilt.
Gesundheitsdaten sind hochsensibel und dürfen nicht in falsche Hände gelangen. Deshalb lehnt die AMK – im Schulterschluss mit der entsprechenden ärztlichen Organisation – die Erfassung und Weiterleitung von Nebenwirkungen durch privatwirtschaftliche Anbieter ab. Patienten können Nebenwirkungen auch direkt an die Bundesoberbehörden melden.
Schulz: „Bei privatwirtschaftlichen Unternehmen sollten Patienten damit rechnen, dass die gesammelten Gesundheitsdaten an interessierte Stellen verkauft werden. Privatwirtschaftliche Meldesysteme können das Vertrauen der Bevölkerung in die etablierten Meldestrukturen der öffentlichen, unabhängigen und nicht gewinnorientierten Institutionen gefährden. Wenn Nebenwirkungen über verschiedene Wege gemeldet werden, steigt zudem das Risiko für Doppel- bzw. Mehrfachmeldungen.“

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Fast jedes dritte Arzneimittel allein wegen Darreichungsform beratungsintensiv
Berlin, 31. Juli 2019 – Fast jedes dritte Arzneimittel, das Apotheken abgeben, ist allein wegen seiner Darreichungsform beratungsintensiv – unabhängig vom Wirkstoff. Im Jahr 2018 gaben Apotheken etwa 190 Millionen Packungen dieser Arzneimittel zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab. Das sind 29 Prozent aller GKV-Fertigarzneimittel. „Apotheker beraten als Arzneimittelexperten nicht nur zu Wirkstoffen, sondern können ihren Patienten auch demonstrieren, wie sie komplexe Arzneiformen, zum Beispiel Augentropfen oder Pulverinhalatoren, richtig anwenden“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts e.V. (DAPI) und Präsident der Bundesapothekerkammer. Das DAPI wertete Rezeptdaten von GKV-Versicherten aus, erfasste aber nicht die Abgabe von Medikamenten ohne Rezept und an Privatversicherte.
Den größten Anteil der beratungsintensiven Darreichungsformen entfiel auf feste Arzneimittel wie z.B. Retardtabletten, die nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker geteilt werden sollen (88 Millionen Packungen). Auf Platz zwei und drei folgten Medikamente zur Inhalation (23 Millionen Packungen) und Injektion (22 Millionen Packungen). Weitere beratungsintensive Darreichungsformen waren Arzneimittel zur Anwendung am Auge, in der Nase oder im After. Apotheker erklären ihren Patienten auch die korrekte Anwendung von festen Darreichungsformen, die nicht einfach geschluckt werden dürfen. Ein Beispiel für diese Arzneiformen sind Sublingualtabletten, die langsam unter der Zunge zergehen sollen.
Werden Arzneimittel falsch angewendet, bemerken Patienten dies selbst meist nicht. Fehlanwendungen können aber die Wirksamkeit eines Präparats verändern oder zu unerwünschten Wirkungen führen. Kiefer: „Jeder Patient kann sich in der Apotheke die richtige Anwendung seiner Medikamente zeigen und erklären lassen. Bei einem Präparatewechsel, etwa wegen eines neuen Rabattvertrags, kann sich auch die Anwendung ändern.“

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Nur noch jedes fünfte Rabattarzneimittel zuzahlungsfrei
 Berlin, 30. Juli 2019 – Nur jedes fünfte Rabattarzneimittel ist ganz oder teilweise von der gesetzlichen Zuzahlung befreit. Vor einem Jahr war noch jedes vierte Rabattarzneimittel zuzahlungsfrei. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). Demnach sind ab 1. August 2019 nur noch 4.915 von 23.484 Rabattarzneimitteln (20,9 Prozent) von der gesetzlichen Zuzahlung komplett oder hälftig befreit. Am 1. August 2018 waren es noch 5.652 von 22.999 Medikamenten (24,6 Prozent). Jede einzelne gesetzliche Krankenkasse hat das Recht, auf die gesetzliche Zuzahlung zwischen fünf und zehn Euro zur Hälfte oder in Gänze zu verzichten, wenn sie einen entsprechenden Rabattvertrag mit einem pharmazeutischen Hersteller abgeschlossen hat. Die Apotheke ist grundsätzlich verpflichtet, das ärztlich verordnete Arzneimittel gegen das Rabattarzneimittel der Kasse des Versicherten auszutauschen.
„Die Krankenkassen schreiben immer wieder neue Rabattverträge aus, um alte zu ersetzen und damit noch mehr Geld zu sparen“, sagt Berend Groeneveld, Patientenbeauftragter des Deutschen Apothekerverbandes (DAV): „Die Kassen sammeln also einerseits immer mehr Rabatte von den Herstellern ein, während andererseits die Zuzahlungen der Versicherten steigen. Die Krankenkassen sollten besser einen größeren Teil der Zuzahlungen erlassen, um die Akzeptanz der Patienten für ständig wechselnde Präparate zu erhöhen und somit auch die Therapietreue zu verbessern.“ Groeneveld fügt hinzu: „Die Rabattverträge verursachen in den Apotheken immer wieder einen hohen Erklärungsaufwand. Unnötige Diskussionen über Zuzahlungen wären wirklich leicht vermeidbar. Darüber hinaus sollten die Krankenkassen ihre Rabattverträge mit mindestens zwei, besser noch drei Herstellern abschließen, um auch Lieferengpässe zu verhindern.“
Im Jahr 2018 haben die gesetzlichen Krankenkassen rund 4,4 Mrd. Euro durch Rabattverträge mit pharmazeutischen Herstellern eingespart. 2017 waren es noch 4,0 Mrd. Euro gewesen. Auch die gesetzlichen Zuzahlungen der Patienten an ihre Krankenkassen für sämtliche ärztlich verordneten Arzneimittel sind gestiegen – von 2,15 Mrd. Euro im Jahr 2017 auf 2,18 Mrd. Euro im Jahr 2018. Wer wissen will, ob sein rezeptpflichtiges Medikament – egal ob Rabattarzneimittel oder nicht – garantiert zuzahlungsfrei ist, kann sich auf dem Verbraucherportal „www.aponet.de“ die jeweils aktuelle „Gesamtliste zuzahlungsbefreiter Arzneimittel“ anschauen und herunterladen.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

 

Apotheker kontrollieren täglich Arzneimittel und Wirkstoffe
Berlin, 19. Juli 2019 – Kontrolle muss sein – vor allem bei so sensiblen Produkten wie Arzneimitteln. „Jeder Patient hat das Recht auf einwandfreie Medikamente. Die Qualitätskontrollen in den Apotheken tragen dazu bei, dass Patienten ihren Medikamenten vertrauen können“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer.
An jedem Werktag wird in jeder öffentlichen Apotheke mindestens ein industriell hergestelltes Arzneimittel kontrolliert. Pro Jahr überprüfen die knapp 20.000 Apotheken damit mehr als sechs Millionen Stichproben dieser Fertigarzneimittel auf mögliche Qualitätsmängel und dokumentieren dies genau. Hat der Apotheker einen begründeten Verdacht auf einen Hersteller-bedingten Qualitätsmangel, informiert er die zuständige Behörde und die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Im Jahr 2018 meldeten die Apotheken mehr als 6500 entsprechende Verdachtsfälle an die AMK.
Neben solchen Fertigarzneimitteln überprüfen Apotheker auch Ausgangsstoffe für individuelle Rezepturen. Bevor sie für die Herstellung von Rezepturarzneimitteln genutzt werden dürfen, muss in der Apotheke mindestens die Identität analytisch bestätigt werden. Dazu kombinieren Apotheker oft mehrere Methoden, wie Mikroskopie, Dünnschichtchromatographie oder eine Schmelzpunktbestimmung. Geprüft werden die Ausgangsstoffe im eigenen Labor, das für jede Apotheke verpflichtend vorgeschrieben ist. Für die Prüfung von Ausgangsstoffen und Fertigarzneimitteln stellt die Bundesapothekerkammer den Apothekenteams Leitlinien und Arbeitshilfen zur Verfügung.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Deutsche lassen sich immer öfter impfen
Berlin, 11. Juli 2019 – Die Menschen in Deutschland lassen sich immer öfter gegen Infektionskrankheiten impfen. Während im Gesamtjahr 2018 die Ausgaben der Krankenkassen für Impfstoffe um 4,5 Prozent anstiegen (1,284 Mrd. Euro), waren es im ersten Quartal 2019 bereits 13,7 Prozent (292 Mio. Euro). Im Mai 2019 – dem letzten verfügbaren Monat – betrug der Anstieg sogar 38,4 Prozent (137 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahresmonat (bei zwei zusätzlichen Arbeitstagen). Das hat der Deutsche Apothekerverband (DAV) unter Nutzung von aktuellen Zahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) berechnet. Grund für den Ausgabenanstieg ist vor allem der vermehrte Einsatz von Impfungen gegen Humane Papillomaviren (HPV), Varicella Zoster (Gürtelrose) und FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis). So ist die früher nur für Mädchen empfohlene HPV-Impfung nun auch für Jungen zwischen 9 und 14 Jahren ein Bestandteil des Leistungskatalogs der Krankenkassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat zugleich die Impfung gegen Gürtelrose für alle Personen ab 60 Jahren angeraten. Der Anstieg der FSME-Impfungen dürfte auf die verstärkte öffentliche Wahrnehmung von Zeckenpopulationen und Erkrankungszahlen im abgelaufenen Jahr 2018 zurückzuführen sein.
„Die Ferien- und Reisezeit ist eine gute Gelegenheit, den eigenen Impfpass zu prüfen und alle Impflücken zu schließen“, sagt Stefan Fink, Apotheker aus Weimar (Thüringen) und Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). „Gegen Tetanus oder Masern sollte natürlich jedermann geimpft sein. Darüber hinaus gibt es je nach Alter, Saison oder Region weitere Impfungen, die unbedingt empfehlenswert sind. Jeder Nah- und Fernreisende sollte sich vorher informieren, welche Impfungen er braucht, welche Gesundheitsrisiken bestehen und wie man sich dagegen schützt.“ Südliche Bundesländer wie Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg seien traditionelle Verbreitungsgebiete der FSME, doch sollten Reisende in Skandinavien oder im Baltikum nicht vergessen, dass es auch in Nordeuropa infizierte Zecken gebe, so Fink: „Auch die Reiseapotheke sollte individuell bestückt werden. Die Apotheke um die Ecke kann dazu wertvolle Tipps geben.“ Bundesweit bieten viele Apotheken eine reisepharmazeutische Beratung als zusätzlichen Kundenservice an.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

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